Das Projekt
Der Windpark Gsängereck ist eine Projektidee der Firma ImWind. Fünf Windräder zwischen Gsängereck und Pendleseck könnten Strom für rund 14.600 Haushalte erzeugen.
Projektstand
Das Projekt steht noch ganz am Anfang. Wir prüfen zurzeit, ob sich der Standort technisch, ökologisch und wirtschaftlich eignet. Eine Entscheidung über die tatsächliche Umsetzung ist damit noch nicht verbunden. Dabei möchten wir von Beginn an transparent informieren und Ihre Fragen beantworten.
Einladung zur Bürgerinformation
Wir freuen wir uns darauf, Ihnen das Projekt persönlich vorzustellen und nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und Anliegen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Öblarn: Donnerstag, 26. November 2026, von 16 - 20 Uhr, Öblarner Haus, Grimmingsaal
Irdning-Donnersbachtal: Freitag, 27. November 2026, von 16 - 20 Uhr, Festhalle Irdning
Fakten & Zahlen

5 Windräder
könnten den jährlichen Strombedarf der Gemeinden
Irdning-Donnersbachtal und Öblarn rund 1,5-mal decken.

~ 30 MW
Megawatt (MW) Gesamtleistung.

14.600
Durchschnittshaushalte könnten jährlich mit Strom versorgt werden.

2033
frühestmögliche Inbetriebnahme.
Der Standort
Geprüft wird der Standort auf dem Höhenrücken zwischen Gsängereck und Pendleseck stehen, wo der Wind am stärksten weht. 5 Windräder mit ca. 6 MW könnten hier möglich sein.
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Mehrwert für die Region
Der Bau und Betrieb des Windparks könnte zahlreiche Vorteile für die Region bringen:
- Geld für die Gemeindebudgets: Die Gemeinden Irdning-Donnersbachtal und Öblarn profitieren durch die Energiewendebeteiligung über die gesamte Betriebszeit des Windparks hinweg auch finanziell. Das Geld könnte in Projekte fließen, die allen Zugute kommen, wie zum Beispiel in Straßen, Kindergärten oder Hochwasserschutz.
- Stabiler Strompreis: Über eine Bürger-Energiegemeinschaft könnten Haushalte und Betriebe der beiden Gemeinden Strom aus den Windrädern zu planbaren Konditionen beziehen. Bestehende Energiegemeinschaften mit Photovoltaik ließen sich einbinden.
- Beteiligungen: Bürgerinnen und Bürger könnten sich finanziell am Windpark beteiligen, zum Beispiel über ein Nachrangdarlehen.
- Regionale Aufträge: Beim Bau würden insbesondere lokale und regionale Betriebe profitieren, etwa Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Transportfirmen.
- Winterstrom für den Skibetrieb: Windräder erzeugen den meisten Strom im Winter, wenn Photovoltaik und Wasserkraft meist wenig liefern. Davon profitiert auch die Region, zum Beispiel der Skibetrieb mit seinen Seilbahnen. Beim Tauernwindpark, den wir seit 2002 betreiben, zeigt sich, dass das benachbarte Skigebiet Lachtal vom Windpark profitiert.
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„Trotz anfänglicher Zweifel gegenüber Windkraft - noch dazu am Berg - sind nach fast 20 Jahren die Bürgerinnen und Bürger meiner Gemeinden zu wahren Fans des Windparks und der ImWind geworden. Die offene Kommunikationsweise und die faire Zusammenarbeit über diese lange Zeit haben ImWind zu unserem bevorzugten Partner für erneuerbare Energie gemacht.“
Alois Mayer
Ehemaliger Bürgermeister Region Pölstal
So könnte der Windpark aussehen
Die folgenden Bilder zeigen, wie der Windpark sich aus unterschiedlichen Blickpunkten in Irdning-Donnersbachtal und Öblarn ins Landschaftsbild einfügen würde. Bei den Bildern handelt es sich um geprüfte, maßstabsgetreu berechnete Visualisierungen. Die Auswirkungen auf das Landschaftsbild werden im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) fachlich geprüft und bewertet.
Blickwinkel Bahnübergang


Blickwinkel Irdning


Blickwinkel Öblarn Flugplatz


Möglicher Projektzeitplan
Windparkprojekte sind langwierig. Von der Idee bis zum tatsächlichen Bau eines Windparks vergehen grundsätzlich mehrere Jahre.

Häufig gestellte fragen
Die Standortwahl erfolgt nach klaren Kriterien. Dazu gehören:
- Windaufkommen - Die Stärke und Häufigkeit des Windes an einem Standort.
- Raumordnung - Diese ist in den Bundesländern klar geregelt.
- Erreichbarkeit - Der Standort muss per LKW mit den Anlagenteilen erreichbar sein.
- Topographie - Gerade am Berg muss genug ebene Fläche vorhanden sein, damit der Kran für die Errichtung aufgebaut werden kann.
Windkraftanlagen werden nur dort errichtet, wo es rechtlich erlaubt und umweltverträglich ist.
Bevor ein Windpark genehmigt wird, ist eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig. Sie stellt sicher, dass der Eingriff in die Natur so gering wie möglich bleibt und ökologische Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden. Das kann auf bewaldeten Flächen oder auch auf Ackern und Wiesen sein.
Der Schutz von Wildtieren ist ein wichtiger Bestandteil der Planungs- und Genehmigungsverfahren. Für jeden Windpark werden umfangreiche Artenschutzgutachten erstellt. Sie bewerten mögliche Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse und legen Schutzmaßnahmen fest.
Vogelschutz
Bestimmte Vogelarten, insbesondere Greifvögel, werden besonders berücksichtigt. Falls eine Gefahr für die Populationen besteht, werden Schutzmaßnahmen vorgesehen.
Fledermausschutz
Fledermäuse fliegen vor allem in der Dämmerung. Daher kommt es vor, dass Windräder bei bestimmten Wetterbedingungen oder in bestimmten Zeitfenstern automatisch abgeschaltet werden, um Kollisionen zu vermeiden. Diese Maßnahmen tragen nachweislich dazu bei, das Risiko für Fledermäuse erheblich zu reduzieren.
Laut Studien sind Straßen, Katzen, Stromleitungen und Glasfassaden für Vögel eine deutlich größere Gefahr als Windräder, wenn entsprechende Schutzmaßnahmen beachtet werden.
Nein. Pro Windrad werden während des Baus rund 0,5 Hektar benötigt, dauerhaft bleiben davon rund 0,2 Hektar frei.
Am Standort Gsängereck gibt es gleich mehrere gute Voraussetzungen: Der Windpark liegt in einem bewirtschafteten Wald, und ein Großteil der Zufahrt kann über das bestehende Forststraßennetz erfolgen. Dadurch müssen nur wenige Bäume weichen, und die Forstwirtschaft kann rund um die Windräder weitergehen.
Gerodet wird grundsätzlich nur, was für Fundament, Kranstellfläche und Zufahrt nötig ist. Flächen, die lediglich während des Baus gebraucht werden, werden danach wieder aufgeforstet. Für dauerhaft gerodete Flächen sind gesetzlich Ersatzaufforstungen oder andere Ausgleichsmaßnahmen vorgeschrieben. Welche Auswirkungen der Windpark auf Wald und Natur hat, wird im Genehmigungsverfahren umfassend untersucht und von der Behörde bewertet.
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Windkraftanlagen negative gesundheitliche Auswirkungen haben.
Windräder sind für eine Betriebsdauer von 25 bis 30 Jahren ausgelegt. Danach gibt es zwei Möglichkeiten:
- Repowering: Die alten Anlagen werden durch moderne, leistungsfähigere Windräder ersetzt, die mit weniger Windrädern mehr Strom erzeugen.
- Rückbau: Die Windräder werden vollständig entfernt, und die Flächen werden wieder renaturiert.
Der Rückbau ist von Beginn an vertraglich geregelt und finanziell abgesichert. So bleibt keine Anlage ungenutzt stehen.
Der Großteil eines Windrads wird recycelt, etwa der Stahl des Turms und das Kupfer im Generator. Die Rotorblätter bestehen überwiegend aus glasfaserverstärktem Epoxidharz und Kohlenstofffasern. Sie werden zerkleinert und als Zusatzstoff in der Zementindustrie weiterverwendet (faserverstärkter Beton). Auch eine thermische Verwertung ist möglich.
Eine oft genannte Sorge gegenüber Windkraftanlagen ist, dass durch den Abrieb der Rotorblätter Mikroplastik freigesetzt wird. Rotorblätter bestehen aus faserverstärktem Kunststoff (meist Glas- oder Kohlefaserverbundstoffe), damit sie stabil und zugleich leicht sind.
Wie viel Materialabrieb entsteht wirklich?
Studien zeigen, dass der Materialverlust an den Rotorblättern durch Erosion, z. B. durch Regen oder Hagel, im Vergleich zu anderen Quellen von Mikroplastik äußerst gering ist.
- Eine Untersuchung in Norwegen ergab einen jährlichen Abrieb von ca. 200 Gramm Mikroplastik pro Jahr pro Windrad bzw. einen Abrieb von 2 kg über 10 Jahre. Zum Vergleich: Der Abrieb von Schuhsohlen liegt bei rund 8.720 Tonnen pro Jahr und jener von Autoreifen sogar bei 98.280 Tonnen.
Gibt es Gegenmaßnahmen?
Ja, Hersteller arbeiten kontinuierlich an neuen Beschichtungen und Materialien, um den Abrieb weiter zu minimieren. Zudem werden Rotorblätter regelmäßig gewartet, um größere Materialverluste zu verhindern.
Nein, nur wenn es nötig ist. Das heißt: Die roten Warnlichter schalten sich nur ein, wenn sich ein Flugzeug oder Hubschrauber nähert. Sonst bleiben die Windräder dunkel.
Eisabfall von den Rotorblättern kommt in der Praxis nur selten vor. Dank moderner Technologien und klarer Sicherheitsmaßnahmen wird das Risiko auf ein Minimum reduziert. Regelmäßige Wartung, moderne Technik und Wetterüberwachung stellen sicher, dass Windkraftanlagen sicher betrieben werden.
Wie wird Eisabfall verhindert?
Moderne Windräder sind mit Technologien ausgestattet, die das Risiko von Eisabfall minimieren:
- Heizsysteme in den Rotorblättern verhindern das Anhaften von Eis.
- Drehzahlregelungen sorgen dafür, dass die Rotorblätter bei extrem niedrigen Temperaturen etwas langsamer drehen, das wirkt dem Eisansatz entgegen.
- Wetterüberwachungssysteme erkennen Frostbedingungen und steuern die Anlagen entsprechend, sodass das Risiko von Eisbildung minimiert wird.
Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es?
Falls trotz der genannten Maßnahmen Eis auf den Rotorblättern entsteht, gibt es weitere Sicherheitsvorkehrungen, wie:
- Automatische Abschaltung der Windkraftanlagen bei extremen Wetterbedingungen. Der Betrieb wird gestoppt, bevor Eis abgeworfen werden kann.
- Gekennzeichnete Sicherheitszonen um die Windkraftanlagen verhindern, dass sich Menschen oder Fahrzeuge in gefährdete Bereiche bewegen.
Eisabfall ist dabei kein Phänomen der Windkraft, sondern kommt alltäglich in unserem Lebensumfeld vor (zB. hohe Gebäude, hohe Bäume, Handymasten, usw.).
Windkraftanlagen erzeugen Schall, doch die gesetzlichen Grenzwerte sowie Abstandsregelungen zu Wohngebieten stellen sicher, dass dieser unbedenklich ist.
Hörbarer Schall
Die Geräuschentwicklung moderner Windräder ist durch strenge Lärmschutzvorschriften begrenzt. Die WHO empfiehlt einen Schallpegel von 40 Dezibel (dB) bei Wohngebäuden in der Nacht nicht zu überschreiten – vergleichbar mit einem Flüstern oder einer ruhigen Wohnstraße.
Infraschall
Infraschall ist Schall mit einer Frequenz unterhalb des menschlichen Hörbereichs. Er kommt in der Natur häufig vor, etwa durch Wind oder Meereswellen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der von Windrädern erzeugte Infraschall unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände zu Wohngebieten weit unter der Wahrnehmungsschwelle liegt.
Ihre Ansprechpartnerin für das Projekt
Laya Trauttmansdorff
Projektentwicklung Alpin
Email: ltw@imwind.at
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